Zu anderen preußischen Gebieten, siehe Königreich Preußen im Abschnitt Deutschland im 19. Jahrhundert.
Diese Seite konzentriert sich auf die mittleren und östlichen Teile Polens,
historisch auch
als KONGRESS-POLEN bekannt. Andere Namen dieser Gebiete sind:
- Mittelpolen
- Russisch Polen
- Königreich Polen
- Herzogtum Warschau
Nach dem Sieg über Napoleon (1812) wurde 1815 auf dem Wiener Kongress das Königreich Polen geschaffen, auch bekannt als Kongreßpolen oder Mittelpolen.
Kongreßpolen bestand aus dem Herzogtum Warschau, abzüglich einiger Teile von Torun (Torn), Poznan (Posen) und Bydgoszcz (Bromberg), die Preußen zugesprochen wurden. Dem Land wurde eine formale Unabhängigkeit gewährt, tatsächlich hatte jedoch Rußland einen starken Einfluß. Es gab einige Aufstände, der letzte wurde 1863 von den Russen niedergeschlagen. Danach folgte eine Zeit russischer Unterdrückung, Russisch wurde als offizielle Sprache eingeführt und dem Adel wurde der letzte Rest an Macht, den er einst gehabt hatte, genommen.
Ende des Ersten Weltkrieges erhielt Polen seine Unabhängigkeit zurück. Weite Gebiete mußten Rußland (etwa die Hälfte der Gebiete, die es vor den Teilungen besessen hatte) und Österreich (alle Gebiete aus der Zeit vor den Teilungen, und noch einige dazu) somit wieder abtreten. Auch große Teile vorher preußischer Gebiete fielen wieder an Polen zurück, wodurch Polen mit dem sogenannten Polnischen Korridor erneut Zugang an die Ostsee erhielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Gebiete, die Polen im Osten erhalten hatte, an Rußland und die Ukraine zurückgegeben. Zum Ausgleich übernahm es zusätzliche Gebiete Deutschlands. Dazu gehörten ehemalige preußische Gebiete im Norden, und Schlesien im Westen und Süden.
[Historische Hauptquelle: A Panorama of Polish History; Redaktion - Hanna Cierlinska; Herausgeber - Interpress Publishers - Warschau; auch in Französisch, Deutsch, Polnisch, und Spanisch erhältlich]
Ein alphabetisches Inhaltsverzeichnis für die Wandering Volhynians steht in der Odessa Digital Library zum Download zur Verfügung.
Beachte: Nicht immer stimmte das Religionsbekenntnis mit dem Bekenntnis der für die Meldung zuständigen Kirchengemeinde überein. Wohnte, z.B. ein Protestant in einem Bezirk ohne evangelische Kirche, mußten die Geburts-/Heirats-/Todesmeldungen an der dortigen katholischen Kirche registriert werden. Mennoniten bevorzugten, sich bei der evangelischen Kirche registrieren zu lassen, statt an der katholischen. Anfang des 19. Jahrhunderts durften Juden ihre Personenstandsmeldungen nicht selbstverwaltend durchführen, sondern mußten sich bei der katholischen Kirche eintragen. Es ist daher ratsam, auch in den Unterlagen der anderen Kirchen im selben Bezirk nachzusehen, wenn man bei der vermuteten Quelle nicht fündig wird.
WANDERING VOLHYNIANS (Wandernde Wolhynier) bietet Verzeichnisse der LDS (Mormonen) Mikrofilme an, sowie Hilfe bei der Suche nach bestimmten Kirchengemeinden
- Evangelische Kirchen und Schulen in Kongresspolen 1865 [Evangelical (Lutheran)
Churches and Schools in Congress Poland 1865]
- Kolonien in Kongresspolen 1835 [Colonies in Congress Poland 1835]
Von den Buch: Die Deutschen in Polen seit der Reformation - Oskar Kossmann
- Karte der Deutschen Siedlungen in Mittelpolen [Map of German Settlements in Central
Poland]
Von den Buch: Deutsche Gaue in Mittelpolen - Albert Breyer
In Nordamerika gibt es wenigstens eine kommerzielle Quelle
für europäische historische und genealogische Karten
einschließlich der unten genannten. Einzelheiten sind zu
finden bei Genealogy Unlimited.
- 1:200,000 östlich bis Kiew / Odessa
- 1:300,000 Ostpreußen, Pommern, Schlesien, Oberschlesien
- 1:25,000 & 1:100,000 Deutsches Reich von 1871
- 1:300,000 Euro-Reiseatlas Polen 1993 (moderner Straßenatlas)
Verschiedene osteuropäische Landkarten sind online abrufbar
aus dem FEEFHS KARTENRAUM.
Alle Bücher über die Geschichte und Genealogie der
Deutschen in Polen sind entweder auf deutsch oder auf
polnisch. Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig,
stellt aber einen guten Ausgangspunkt für die Forschung
dar.
- Die Deutschen in Polen seit der Reformation
Oskar Kossmann / J.G Herder-Institut - Marburg 1978
- Deutsche Gaue in Mittelpolen
Albert Breyer / Verlag Gunther Wolff - Plauen im Vogtland 1935
- Kolonizacja Niemiecka w Poludniowo-Wschodniej Czesci Krolestwa Polskiego
w Latach 1815-1915
Wieslaw Sladkowski / Wydawnictwo Lubelskie