Grenzen:
Im Mittelalter gab es kein Gebiet namens Banat. Nach Ansicht des Slawisten Schaffarik war der Titel Ban awarischen Ursprungs und zuerst bei den Kroaten üblich, von wo aus er zu den anderen Slawen überging. Die Bezeichnung Ban bedeutet soviel wie Fürst, Herzog oder Markgraf, wobei es bei den Ungarn viele Banate, d. h. Markgrafschaften gab. In der Türkenzeit regierten Verwalter in bestimmten Gebieten im Namen des Fürsten; der letzte von diesen, der noch 1642 lebte, hiess Paul Nagy, hatte seinen Sitz in Karansebes und trug den Titel Ban. Von hier soll sich der Name auf das ganze Gebiet bis zur Theiss und Marosch ausgedehnt haben. Nach der Vertreibung der Türken durch Prinz Eugen von Savoyen wurde das Gebiet 1716 zum kaiserlichen Kronland erklärt und bekam den amtlichen Namen Temescher Banat, später kurz Banat genannt; Sitz der Verwaltung und Zentrum wurde Temeschburg.
Während der Türkenherrschaft war das Gebiet in weiten Teilen entvölkert und bestand weitgehend aus Sumpfland. Claudius Florimund Graf Mercy wurde 1720 zum Gouverneur ernannt und nahm sich als erster der Kultivierung und wirtschaftlichen Eingliederung des Banats in die österreichische Monarchie an. Zwischen 1722 und 1787 kamen in mehreren Einwanderungswellen hauptsächlich im Rahmen der drei sogenannten Schwabenzüge unter Karl VI., Maria Theresia und Josef II. aus den habsburgischen Ländern und anderen süd- und südwestdeutschen Reichsteilen Siedler zur Wiederbevölkerung des neugewonnenen Gebiets. Obwohl nur wenige echte Schwaben darunter waren, wurde zunächst diese in den Urkunden und bei den Nachbarn gebräuchliche Bezeichnung für die Kolonisten übernommen (Banater Schwaben). Während die ersten beiden Schwabenzüge ausschließlich Katholiken ins Land brachten, führte das Toleranzedikt Josefs II. auch zur Ansiedlung von Protestanten.
Die Ansiedler erhielten zahlreiche Vergünstigungen, wobei Planmässigkeit und Ausführung erstaunlich sind. Nach der Werbung bekamen die Kolonisten Reisegeld und nach der Ankunft Lebensmittel, ein Haus, Land, Saatgut, Werkzeuge und Vieh. Die Dorfanlagen und Flurverteilung wurden gründlich vorbereitet. Die Kolonisten waren von der Leibeigenschaft und in den ersten Jahren von der Steuer befreit. Dies alles bildete Anreize zur Einwanderung in ein unwirtliches Grenzland, heimgesucht von Kriegen und Krankheiten. Nicht umsonst wurde der Spruch geprägt: Den Ersten der Tod, den Zweiten die Not, den Dritten das Brot! Um es in einen weltgeschichtlichen Rahmen einzuordnen, sei erwähnt, daß das Banat zur Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges Grenzland war. Im Türkenkrieg 1737-1739 mußten viele Kolonisten ihr Leben lassen oder gerieten in türkische Sklaverei.
Neben der Ansiedlung der Donauschwaben sicherte sich Österreich vor allem mit serbischen Zuwanderern durch die bis 1867 bestehende Militärgrenze gegen die Türken ab. Als indirekte Folge des Siebenjährigen Krieges kam das Banat 1779 zu Ungarn und wurde zwischen 1848 und 1860 zusammen mit der Batschka direkt der ungarischen Krone unterstellt. Zwischen 1860 und 1920 bildete das Banat formell einen Teil Ungarns.
Nach dem Vertrag von Trianon 1920 wurde das Banat und damit dieses relativ geschlossene deutsche Siedlungsgebiet in drei Teile zerrissen. Der größere östliche Teil kam zu Rumänien, der westliche zu Jugoslawien und ein sehr kleiner nördlicher zu Ungarn. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebten im Ostbanat 300.000 Deutsche, im Westbanat 130.000 und im Nordbanat 10.000. Nach der Kapitulation Jugoslawiens gehörte das Westbanat 1941-1944/45 zum Gebiet des Militärbefehlshabers Serbien und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in den neuen kommunistischen Staat Jugoslawien einverleibt. Genozid, Flucht und Vertreibung führten zu einem nahezu vollständigen Verschwinden der Donauschwaben aus dem Westbanat, während sich im Ost- und Nordbanat Bevölkerungsreste erhalten haben.
Tracking Romania's Heterogenous German Minority from its Origin to the Diaspora (Auf den Spuren der heterogenen deutschen Minderheit Rumäniens von ihren Anfängen bis zur Zerstreuung) von Jacob Steigerwald beinhaltet eine Übersicht über elf identifizierbare ethnischen Gruppen in Rumänien, von denen nur vier das Banat betreffen:
Albrechtsflor-1990, Altsanktanna-1992, Arad-1993, Bakowa-1994, Baumgarten-?, Billed-1991, Blumenthal-1991, Bogarosch-1993, Bruckenau-1992, Darowa-1994, Deutschbentschek-1994, Deutschpereg-1992, Deutschsanktpeter-1993, Engelsbrunn-1990, Fibisch-1991, Glogowatz-1994, Gottlob-1993, Grabatz-1993, Großjetscha-1993, Großsanktnikolaus-1994, Großsanktpeter-1995, Guttenbrunn-1991, Hatzfeld-1991, Jahrmarkt-1991, Johannisfeld-1995, Königshof-1995, Kleinjetscha-1993, Kreuzstätten-1990, Lenauheim-1993, Liebling-1995, Lovrin-1995, Maria Radna-1990, Marienfeld-1990, Mercydorf-1994, Moritzfeld-1994, Neubeschenowa-1995, Neupanat-1990, Neusiedel-1993, Nitzkydorf-1995, Orzydorf-1992, Ostern-1991, Pesak-1993, Rekasch-1992, Sackelhausen-1990, Saderlach-1993, Sanktandres-1994, Sanktanna-1992, Sanktmartin-1991, Schöndorf-1990, Segenthau-1994, Temeswar-1991, Traunau-1991, Triebswetter-1993, Tschanad-1995, Ulmbach/Neupetsch-1995
Alle Videofilme sind auch im NTSC-Format für USA und Canada erhältlich. Bestellungen richten Sie bitte an:
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RUMÄNIEN
Tel. (0040-0) 152503
Da die Antwort manchmal bis zu einem halben Jahr dauert, sollte man rechtzeitig schreiben. Man sollte im Anschreiben Datum, Zweck und Orte der Forschung vermerken. Auch sollte man alle in Frage kommenden Orte erwähnen, da eine Forschungserlaubnis nur für im voraus genannte Orte gegeben wird. Wünsche vor Ort finden keine Berücksichtigung. Fotokopieren oder Fotographieren ist nicht erlaubt, nur handschriftliche Übertragung. Der Raum wird (anscheinend) von einem bewaffneten Beamten überwacht. Das Archiv hat bestimmte Öffnungszeiten, aber Ausländer können auch außerhalb dieser Zeiten forschen.
Das Archiv liegt unweit des Continental-Hotels am Boulevard der Revolution Nr. 3.; es ist von hier aus zu Fuß in etwa 20 Minuten erreichbar. Vom Hotel geht man nach rechts Richtung Bega; vor der Brücke über den Bega-Kanal biegt man nach links in die Andrei-Mocioni-Straße. Das Staatsarchiv befindet sich im selben Gebäude wie die Stadtpolizei, jedoch mit separatem Eingang an der Rückseite des Gebäudes. Öffnungszeiten 8-15 Uhr.
Polizei u. | |
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Adresse: Str. Andrei Mocioni nr 8, RO-1900 Timisoara, Rumänien, Tel. (0040-56) 193463.
Hier muß man ein Formular mit Angaben über Name, Adresse und Forschungszweck ausfüllen. Im Archiv findet sich ein zweibändiges Verzeichnis aller vorhandenen Kirchenbücher. Man sollte alle Ortsnamen auf rumänisch kennen. Für jedes angeforderte Buch muß nochmal ein Formular ausgefüllt werden, wieder mit einer Angabe des Namens, Datums und Forschungszwecks. Der Raum ähnelt sehr einem Klassenzimmer mit Pulten (tatsächlich wird er auch ab 15.00 Uhr als solcher benutzt). Man darf nur 8 Bücher täglich einsehen. Dies scheint viel, wird aber relativiert, wenn man sich vergegenwärtigt, daß z. B. ein Ort wie Perjamosch ungefähr 25 Bücher umfaßt. Essen, Trinken, Kopieren und der Gebrauch eines Kugelschreibers oder Füllers sind verboten.
Ist man schon in Temeschwar könnte ein persönlicher Besuch bei dem röm.-kath. erfolgreich sein. Der Bischofssitz befindet sich im Hauptplatz Temeschwars.